Das Wichtigste in Kürze
- Der Unterbau macht mehr als die Hälfte der Arbeit aus und entscheidet, ob die Terrasse hält.
- Gefälle von 2 Prozent vom Haus weg ist Pflicht, sonst steht Wasser an der Wand.
- Betonpflaster ist am günstigsten, Naturstein und Großformatplatten kosten mehr, altern aber schöner.
- Ein Festpreis inklusive Aushub, Unterbau, Pflaster und Fuge ist die einzige ehrliche Zahl.
Der Aufbau von unten nach oben
Was man sieht, ist der Stein. Was hält, ist das darunter. Eine Terrasse, die nach dem zweiten Winter Wellen wirft, hatte fast immer einen zu dünnen oder schlecht verdichteten Unterbau.
- Aushub. Je nach Nutzung 30 bis 40 Zentimeter tief, bei befahrenen Flächen 50. Der Aushub wird entsorgt, der Untergrund abgezogen und mit Gefälle vom Haus weg angelegt.
- Frostschutz- und Tragschicht. Schotter 0/32 oder 0/45, in Lagen von maximal 15 Zentimetern eingebaut und mit der Rüttelplatte verdichtet. Bei Terrassen 20 bis 25 Zentimeter, bei Einfahrten 30 bis 40.
- Einfassung. Tiefbord oder Rasenbord in Beton gesetzt, damit die Fläche seitlich nicht ausweichen kann.
- Bettung. 3 bis 5 Zentimeter Splitt 2/5, abgezogen mit Lehren, nicht verdichtet.
- Pflaster. Mit Fugenabstand nach Herstellerangabe verlegt, Verlegemuster und Verband nach Plan.
- Abrütteln und Fuge. Fläche mit Gummimatte abrütteln, Fugen mit Splitt, Sand oder Pflasterfugenmörtel füllen.
Gefälle und Entwässerung
Zwei Prozent Gefälle vom Haus weg, das sind zwei Zentimeter auf einen Meter. Weniger, und das Wasser steht in Pfützen und drückt im Winter als Eis die Steine hoch. An der Hauswand bleibt ein Streifen Kies oder eine Drainagerinne, damit Spritzwasser nicht an den Putz kommt. Wenn das Wasser nirgends hin kann, planen wir eine Rinne mit Anschluss an die Regenwasserleitung oder eine Versickerung ein. Viele Gemeinden verlangen bei neuen Flächen, dass Regenwasser auf dem Grundstück versickert, dafür gibt es versickerungsfähige Fugen und Ökopflaster.
Welcher Stein passt
| Material | Eigenschaften | Preisniveau |
|---|---|---|
| Betonpflaster | Robust, viele Formate und Farben, günstig. Kanten können nach Jahren absplittern, Farbe verblasst leicht. | günstig |
| Betonplatten, Großformat | Moderne Optik, wenig Fugen, passt zu Neubauten. Braucht besonders ebenen Unterbau. | mittel |
| Naturstein (Muschelkalk, Granit, Sandstein) | Jeder Stein anders, altert schön, hält Generationen. Sandstein ist weich und fleckt, Granit ist hart und frostsicher. | mittel bis hoch |
| Keramik, Feinsteinzeug | Fleckunempfindlich, farbecht, sehr eben. Wird auf Splitt oder Stelzlagern verlegt. | hoch |
Was eine Terrasse kostet
Für eine komplette Terrasse inklusive Aushub, Entsorgung, Unterbau, Einfassung, Bettung, Pflaster und Fuge liegt Betonpflaster im unteren Bereich, Großformatplatten und Naturstein deutlich darüber, Keramik nochmal höher. Den größten Anteil machen Arbeit und Unterbau aus, der Stein selbst ist bei einer 30-qm-Terrasse oft nur ein Drittel. Deshalb lohnt es sich selten, beim Stein zu sparen und beim Unterbau erst recht nicht.
Was den Preis nach oben treibt: schlechte Zugänglichkeit, wenn alles per Schubkarre durchs Haus muss, viele Ecken und Rundungen, Treppen und Höhenversprünge, Entwässerung mit Anschluss an die Kanalisation. Was ihn senkt: eine rechteckige Fläche, freie Zufahrt für den Minibagger, Betonpflaster im Standardformat.
Selbst machen oder machen lassen
Eine kleine Fläche mit Betonplatten kann ein geübter Heimwerker selbst verlegen. Was in Eigenregie meist schiefgeht: der Aushub ist zu flach, der Schotter wird nicht in Lagen verdichtet, die Bettung ist zu dick, das Gefälle stimmt nicht. Das sieht man nach dem ersten Winter. Bei Terrassen ab 20 Quadratmetern, Einfahrten und allem mit Naturstein oder Großformat ist der Fachbetrieb am Ende meist günstiger als die Reparatur.
Terrasse vom Fachbetrieb
Wir pflastern Terrassen, Wege und Einfahrten mit eigenem Team und eigenen Maschinen, beraten vor Ort mit Mustern und nennen einen Festpreis für die ganze Fläche. Auf Wunsch mit Beeten, Rasen und Beleuchtung aus der Gartengestaltung gleich mit.
Häufige Fragen
Wie lange dauert es, eine Terrasse zu pflastern?
Eine Terrasse mit 30 bis 40 qm dauert inklusive Aushub und Unterbau etwa eine Woche. Einfahrten und Flächen mit Treppen oder Mauern ein bis zwei Wochen.
Brauche ich eine Genehmigung?
Für Terrassen im Garten in der Regel nicht. Bei großen versiegelten Flächen und Einfahrten mit Anschluss an die Straße lohnt eine Nachfrage bei der Gemeinde, vor allem wegen Regenwasser und Bordsteinabsenkung.
Wann ist die beste Jahreszeit?
Frühjahr bis Herbst. Bei Frost kann nicht gepflastert werden, im Hochsommer trocknet Fugenmörtel zu schnell. März bis Juni und September bis Oktober sind ideal.
Fuge mit Sand oder Mörtel?
Sand oder Splitt ist günstig und versickerungsfähig, muss aber nachgefüllt werden und Unkraut keimt. Pflasterfugenmörtel ist fest und unkrautfrei, kostet mehr und braucht eine tragfähige Fläche.
